Ernährungssouveränität in Gefahr

In Deutschland arbeiten nur noch zwei Prozent der Menschen in der Landwirtschaft. Möglich geworden ist dies durch die Mechanisierung der bäuerlichen Arbeit, die große Erleichterungen mit sich gebracht hat. Doch wie die industrielle Landwirtschaft sich bis heute entwickelt hat, ist sie eher ein Alptraum als eine Arbeitserleichterung. Zusammengefasst kann man sagen, dass das grundlegende Prinzip des industriellen Agrarsystems die Ausbeutung des Menschen und eine übernutzte Umwelt ist. Die Böden werden durch den Gebrauch von Pestiziden vergiftet, die Pflanzenvielfalt durch Monokulturen dezimiert und das Saatgut durch die Züchtung von Hybriden (Inzuchtlinien, die kein Saatgut produzieren) und Genmanipulation monopolisiert. So bestimmen immer weniger Bauern und immer mehr große multinationale Konzerne darüber, welche Sorten gezüchtet, angebaut und geerntet werden.

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